Quadjournal unterwegs als Ironman beim Baboons Endurance Day 2010

Durchhalten und unter den ersten 10 platzieren. Das war das Ziel beim Start in der Ironman Klasse zum E-Day 2010 in Neiden bei Torgau. Mit dem 8. Platz und als bestes ATV wurde das gestern, Samstag 15.05.2010 bei der Zieleinfahrt um ca. 00:20 erreicht. Doch der Weg bis dorthin bedeutete Arbeit. Harte Arbeit vom Team und Fahrer.
Ein kleiner Rennbericht aus der Sicht meiner Boxencrew:
Pünktlich 12,00 Uhr wird gestartet, alles funktioniert reibungslos Unsere Aufgaben sind verteilt, Sony und Marcel sind in der Box, beobachten am PC die Zeitentabellen und versorgen mich (Teamchef mario) über Funk mit den Daten. Ich stehe mit der Info-Tafel für Stefan kurz nach der Boxeneinfahrt und beobachte das Rennen. Am Ende der ersten Runde dann die erste Überraschung. Das führende Quad kommt aus dem zu durchfahrende Gebäude und biegt falsch ab. Statt links auf die Strecke fährt er rechtsherum in die Boxen, Fehler zwar gemerkt, aber zu spät, langsame Boxendurchfahrt ist angesagt.
Bei Stefan klappt alles prima, nach der ersten Runde Platz 9 in derIronman Klasse. Ich verlagere fix mal meinen Standpunkt hinter das Fahrerlager, Stefan kommt vorbei und hat sich auf den paar hundert Metern nach der Boxengasseneinfahrt hinten rechts einen Platten geholt. Nun also eine ganze Runde mit Plattfuss, das kostet Zeit. Schnell in die Box, alles vorbereitet unsere Planung mit den kurzen Wegen zahlt sich aus.
Kurz vor Ende der 2. Runde kommt Stefan rein, wir wechseln hinten gleich beide Räder, erhöhen vorn den Luftdruck auf 0,4 bar und weiter gehts. Am Ende der 2. Runde ist Stefan dadurch auf Platz 23 zurückgefallen.
Stefan kämpft sich durch das Feld, fährt sehr konstante Runden im Bereich um die 15 Minuten. 3. Runde Platz 19, dann 17 und 16 . Immer konstante Rundenzeiten von rund 15 Minuten. Nächster Boxenstopp, Tanken, Kontrolle, Luftdruck vorn auf 0,5 rauf. Die XP Poli ist ok und Stefan hat Spaß. Portion Müsli ein Schluck aus der Flasche und weiter gehts. Weitere Runden und Boxenstopps, alles ziemlich problemlos, die Poli läuft, tanken, säubern, Kontrolle Luftdruck - alles passt
Stefan kämpft sich bis auf 8 vor, fällt einmal kurz von der Poli, dann beim nächsten Boxenstopp Verstärkung im Team. Stefan Schneider von ass4x4.de, schaut in der Box vorbei. Er hatte mit seinen Jungs innerhalb von 2 Tagen am Poli-Panzer noch den am 09.05. in Walldorf zerbrochenen Rahmen und Auspuff gewechselt und so erst einmal den Start von Stefan Herbst gesichert. Kurzer Ausfall der Servolenkung lies sich mit einem Neustart des Motors auf der Strecke beheben, der Profi hat sichs angeschaut, alles Stecker fest, sollte wieder gehen. Allerdings fand er auch vorn Links ein wackelndes Rad, Rad ab kurzer Check, noch 4 Runden fahren und dann Wechsel des Radträgers. Zum Glück hatten wir Ersatz mit. Also Stefan raus auf die Strecke und wir haben mit Stefan Schneider den Wechsel/ die Teile vorbereitet. Stefan fährt 5 statt 4 Runden, holt sich damit Platz 7 mit direkten Anschluss auf die Gruppe bis auf Platz 4 .
Rein in die Box, Poli hoch und schon wirbelte der Profi-Schrauber los. Sein Junior reichte gezielt das Werkzeug, ich war Beleuchter und 3. Hand. Sony und Marcel tankten, reinigten Kühler und Bremsen, bauten die Beleuchtung und die Knicklichter an und nach ca. 25 Min. war Stefan schon wieder draußen. Leider nur noch auf Platz 13 aber wir waren noch im Rennen
Dank seiner konstant schnellen Fahrweise wühlte er sich Runde um Runde weiter nach vorn, dank unserer beleuchteten Info-Tafel war er immer bestens informiert. Tanken, säubern und kontrollieren, Stefan was essen etwas ausruhen und weiter gehts.
Platz 8 mit 2 Runden Rückstand auf Jürgen Mohr auf Platz 7. Und der stand irgendwo auf der Strecke. Vom Zeitplan her hatten wir 23.34 Uhr noch die Möglichkeit mit 3 schnellen Runden auf Platz 7 zu kommen. Text der Infotafel jetzt nur noch " 2 Runden FEUER !!!". Stefan hat es toll umgesetzt, aber Jürgen Mohr war auch wieder unterwegs und hielt bis ins Ziel durch. Wir kamen zwar noch bis auf eine Runde ran, aber dann war ca. 00,20 Uhr das Rennen vorbei.
Das Rennen aus der Sicht des Fahrers in der nächsten Quadjournal eMag-Ausgabe.
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