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Neues TGB Quad - Gunner 550

 

front nebeneinander_470

 

Völlig neu? Nicht ganz. Auf Basis des Target Modells aufgebaut präsentierte TGB auf dem ADAC Fahrsicherheitsgelände in Gründau den neusten Ableger in Sachen Quad. Schön breit und schön anzusehen. Und wie fährt's?

 

 

wei rot nebeneinander_beschnitten_470

 

"Die Entwicklung des Supermoto Quadmarktes ist aus unserer Sicht rückläufig. Wir haben daher mit dem Modell Gunner 550 nicht nur Wert auf eine gute Straßenlage, sondern auch dem Fahrer die Möglichkeit weiter erhalten durch ausreichende Bodenfreiheit mit dem Gunner Quad leichtes Gelände sprich Schotter- und Feldwege unter die Räder zu nehmen", so Hans-Jürgen Leeb auf das Konzept des neuen Quads hin angesprochen. Rund 250 Einheiten beinhaltet die erste Order aus Taiwan vom Hersteller Taiwan Golden Bee (TGB). "Wir werden diese ersten Modelle zum Preis von 6.999.- Euro inklusive der LoF-Zulassung anbieten. Danach wird uns der schwächelnde Eurokurs sicherlich wie alle anderen ATV und Quad Produzenten zu einer Preiserhöhung zwingen" erklärt Leeb weiter.

 

in voller fahrt_470

 

Auf dem ADAC Fahrsicherheitsgelände konnten geladene TGB-Händler als auch die Presse die Gunner 550 durch die vielen Kurven hindurch probefahren. Persönlich bin ich immer sehr skeptisch wenn ein Quad "einfach" nur breiter gemacht wird und man dann von einer Supermotoversion spricht. Die Fahreigenschaften ändern sich in diesen Fällen oft derart zum Negativen, dass einfache Kannaldeckel auf der Straße das Quad bei hohen Geschwindigkeit ordentlich zum Schwimmen bringen. Von Spurrillen und Asphaltflickenteppichen einmal ganz zu schweigen. Daher war ich sehr gespannt ob TGB in die gleich Kerbe mit der Gunner schlägt.

 

Tun sie nicht. TGB hat seine Hausaufgaben bezüglich der Abstimmung der Lenkgeometrie gemacht. Nach den ersten vorsichtigeren Runden um den Rundkurs zum Eingewöhnen an die andersartige Fahrphysik zog ich immer schneller werdende Runden. Die Gunner, so zeigt der erste Fahreindruck, liegt sicher auf der Straße. Die Lenkung wirkt nicht hypernervös. Selbst in sehr schnellen Kurven lüpft die Gunner nur ein wenig das kurveninnere Hinterrad - eben typisch Quad. Dabei bleibt das Fahrverhalten insgesamt sehr stabil.

 

auf 2 rdern_470

 

"Gerne hätten wir der Gunner ein entsperrbares Differenzial an der Hinterachse und auch noch eine Einzelradaufhängung mit auf den Weg gegeben, doch dann wäre der jetzige Preis nicht mehr machbar gewesen. Dafür haben wir uns mit den Radabdeckungen hinsichtlich des Designs Mühe gegeben", erläutert Hans-Jürgen Leeb schmunzelnd. Dieser Meinung bin ich auch. Zum ersten Mal setze ich innerlich nicht gleich das Werkzeug zur Demontage dieser für die LoF-Zulassung notwendigen Abdeckungen an. Sie passen sich mit ihrem schnittigen Aussehen elegant dem aggressiv sportlichen Design der Gunner an.

 

Auf den ausführlicheren Test in einer der nächsten Ausgaben des Quadjournals bin ich jedoch selbst gespannt. Hier muss die Gunner dann zeigen ob der erste gute Eindruck erhalten bleibt. 

 

TGB Gunner 550 Link (Bild-Klick):

 

rot im vordergrund_470

 

 

 
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